Mein Weg aufs Podest – und wie sich mein größter Traum erfüllt hat!
Die Startuhr tickt herunter, der Puls hämmert und die Muskeln sind angespannt. Nach monatelangem Training wollte ich endlich zeigen, was in mir steckt. Was folgte, war eine emotionale Achterbahnfahrt auf dem Rennrad – vom schweren Sturz bis zu den größten Erfolgen. Dabei begann die Saison mit einer riesigen Enttäuschung.
Bei meinem ersten Radrennen in Marlow wurde ich im Getümmel rücksichtslos abgedrängt, stürzte heftig und musste vorzeitig aufgeben. Doch Aufgeben war keine Option! Ich habe mich geschüttelt, noch härter trainiert und wollte es beim nächsten Mal erst recht allen beweisen. Der Neustart gelang beim 10-Kilometer-Einzelzeitfahren in Selmsdorf. Allein gegen die Uhr zu fahren ist brutal, und die Aufregung nach dem Marlow-Schock war riesig. Doch auf dem Rad gab es nur noch eine Richtung: Vollgas! Ich habe bis zur Ziellinie alles aus mir herausgeholt. Das Ergebnis nach diesem Sekundenkrimi: Ich wurde Vizelandesmeisterin und sicherte mir Platz 3 im gesamten Norden!
Kurz darauf wartete der nächste Nervenkitzel: Die Landesmeisterschaft auf der Straße in Rostock. 18 Kilometer Rad an Rad in der U13 weiblich. Das Feld war eng, aber diesmal ließ ich mich nicht abdrängen. Auf der Zielgeraden brannten die Beine, doch ich setzte zum Schlusssprint an, zog Zentimeter um Zentimeter vorbei – und holte mir sensationell den nächsten zweiten Platz!
Gleich danach stand schon das nächste Abenteuer an: mein zweiter Triathlon, auch in Rostock! Am Anfang lief es gar nicht gut, denn beim Schwimmen kam ich als Letzte aus dem Wasser. Aber Aufgeben gibt es bei mir ja nicht! Auf dem Rad und beim Laufen habe ich dann einfach alles gegeben und super viele wieder eingeholt. Am Ende habe ich mir den tollen 5. Platz in der Landesmeisterschaft geschnappt. Mein Ziel für diesen Tag habe ich geschafft und ich bin megastolz auf mich!
Ich liebe das Rennradfahren, die Action und die Geschwindigkeit. Auch im Triathlon fühle ich mich zu Hause, denn ohne Bewegung wäre mein Leben total öde. Mein Ziel steht felsenfest: Ich will Profisportlerin werden! Und mein allergrößter Traum wird jetzt endlich wahr: Seit der Grundschule habe ich davon geträumt, und dank meiner sportlichen Erfolge wechsle ich ab der 6. Klasse aufs Sportgymnasium. Das nächste Kapitel kann kommen, ich bin bereit für mehr!
Fina Hagemeister